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Fallstudie · Digitale Identität

Sustainomics erkennbar werden

Eine Beratung mit 25 Jahren Substanz, die man ihr nicht ansah. Wie aus „international boutique advisory“ ein Auftritt wurde, den man wiedererkennt.

www.sustainomics.com14.04.–09.07.2026Format B · Profil
01

Ausgangslage

Substanz war reichlich da. Erkennbarkeit nicht.

Sustainomics berät seit 2001 grenzüberschreitend: M&A, Projektfinanzierung und Strategie im Korridor zwischen Asien und Europa. Vier Senior-Partner, vier Büros — München, Zürich, Hongkong, Shanghai. Gründungsmitglied einer weltweiten Allianz mit über 50 Büros in mehr als 30 Ländern. 120 Jahre Berufserfahrung an einem Tisch.

Und ein Auftritt, der davon nichts zeigte. Wer „international boutique advisory, cross-border M&A“ liest, hat nichts erfahren. Diesen Satz schreibt jede Beratung über sich. Er unterscheidet nicht — er verdeckt.

02

Die eigentliche Aufgabe

Keine Design-Aufgabe. Eine Erkenntnisaufgabe.

Der Unterschied dieser Firma sind die Personen — nicht als Floskel, sondern als Betriebsmodell: Wer im Erstgespräch am Tisch sitzt, führt auch das Mandat. Keine Ebenen, keine Junioren, die die Arbeit nach außen vertreten.

Nur behauptet genau das jede Beratung. Deshalb war die Aufgabe nicht, etwas hübsch zu machen. Sie war, den besonderen Charakter des Unternehmens und seiner Partner so herauszuarbeiten, dass er für Außenstehende erkennbar wird — nicht behauptet, sondern sichtbar. Das ist Zuhör-, Ordnungs- und Redaktionsarbeit. Das Design kommt danach.

03

Drei Entscheidungen

Woraus Erkennbarkeit tatsächlich entsteht.

01
Personen statt Positionen
Jeder Partner bekam eine eigene Stimme: einen Satz über seine Arbeit, der nur von ihm stammen kann, und einen Werdegang als Bogen statt als Aufzählung. Was jemand in 35 Jahren gelernt hat, erkennt man daran, wie er über seine Arbeit spricht — nicht an seiner Positionsbezeichnung.
02
Geschichten statt Adjektive
Der erste Schreibtisch war ein Küchentisch in München. Das Shanghaier Büro begann mit einem Koffer und einem Telefon. Ein Finanzmodell wuchs auf 4.000 Zeilen, weil niemand wusste, welche Annahme man vereinfachen darf. Solche Sätze bleiben hängen. „Langjährige Erfahrung“ nicht.
03
Ehrlichkeit als Format
Echte Mandate erscheinen anonymisiert und sind als echt markiert; illustrative Fallkonstellationen sind ebenfalls gekennzeichnet. Wer Erfahrung zeigt, darf sie nicht erfinden — und wer sie nicht erfindet, muss den Unterschied sichtbar machen.
04

Woran man es auf der Seite sieht

Jede Entscheidung hat eine sichtbare Entsprechung.

01
Team
Vier Partner, vier Stimmen, vier Werdegänge — keine Kachelgalerie.
02
Chronik
25 Jahre als erzählte Meilensteine, jeder mit einem konkreten Detail.
03
Familiengeschichte
Die Herkunft der Firma als eigene, ausführliche Chronik.
04
Weltkarte
Die Allianz nicht behauptet, sondern gezeigt: 30 Standorte, 26 Länder.
05
Fallstudien
7 echte Mandate, anonymisiert und als echt markiert.
06
Essays
8 Langtexte, in denen die Partner fachlich Position beziehen.
07
Kein Formular
Direkte Mailadressen. Wer senior ist, versteckt sich nicht dahinter.
08
Einsprachig
Bewusst nur Englisch — die Sprache, in der die Mandate laufen.
05

Was daraus wurde

45
HTML-Seiten
132
Versionsstände
20
Aktive Arbeitstage

45 Seiten, 7 echte Fallstudien, 8 Langtext-Essays, eine interaktive Weltkarte, zwei Finanz-Rechner, 19 druckbare Flyer. Handcodiert, statisch, ohne Framework und ohne CMS, mit Nonce-CSP und eigener Sicherheitshärtung. Entstanden in rund 12 Wochen — 20 aktive Arbeitstage, 132 Versionsstände.

Die Zahlen im Einzelnen — ausgezählt am Live-Produktionsstand und im Repository: zum Feature Sheet →
06

Einordnung

Dieses Projekt entspricht dem Format Profil — Festpreis 18.000 € netto. Die Charakterarbeit ist darin keine Zugabe, sondern der Kern: Sie ist der Grund, warum aus 45 Seiten ein Auftritt wird und nicht eine Ansammlung von Unterseiten.

PositionierungRedaktionFallstudien-EntwicklungInformationsarchitekturDesignTechnik & Sicherheit

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